Was Ärzte heute von der Niederlassung abschreckt, in die innere Emigration  oder den vorzeitigen Ruhestand treibt

Aktuell am 1.8.2019: 
Radiologen schädigen Kassen 
um 200 Millionen.


Da schließen KV und Krankenkassen auf Betreiben der Krankenkassen Verträge und vereinbaren Pauschalen für Kontrastmittel.

Pauschalen gibt es z.B. auch für suprapubische Harnblasenverweilkatheter, Augenlinsen und Porto. Pauschalen erleichtern die Abrechnung, weil nicht auf Heller und Pfennig abgerechnet werden muss. 

Es liegt im Wesen von Pauschalen, dass sie keine exakten Preise abbilden. So ist die Portopauschale für den Versand von Arztbriefen seit 2003 unverändert. Sie beträgt immer noch 55 Cent je Standardbrief. Tatsächlich kostet der Versand mit der Deutschen Post heute 80 Cent. Jeder derartige Versand ist daher um 25 Cent unterfinanziert, zu Lasten der versendenden Ärzte. Redet kein Mensch drüber.

Wenn die von den Krankenkassen vereinbarten Pauschalen für Röntgenkontrastmittel unangemessen hoch sind, hätten die Kassen die Vereinbarungen mit den KV nicht nur kündigen können, sondern kündigen müssen. Denn ihnen obliegt sparsames Wirtschaften mit Versichertengeldern. 

Das sieht auch das Spahn-Ministerium so und hat die Schuld ganz klar bei den Krankenkassen verortet. Nur die Medien (NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung) prügeln in gewohnter Manier wieder auf die Ärzte ein und suggerieren:

"Radiologen prellen Krankenkassen um 200 Millionen Euro."


Link zum Text von Tagesschau / Panorama 
"Die geheimen Zusatzeinnahmen der Radiologen"

Link zum Video auf Tagesschau.de: 
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-575705.html

Beispielsweise hier ein Link zu dem 
von den Bayerischen Krankenkassen geschlossenen Kontrastmittel-Vertrag